MariaDB vs. MySQL

Ilya Beliaev

Derzeit tätig als Product Owner (Schwerpunkt Backend-Entwicklung) bei Proclane Commerce GmbH im E-Commerce Bereich – Schwerpunkt B2B SAP Integration.

Vorher tätig als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bei der terralink networks GmbH einem Telekommunikationsdienstleister. Hauptsächliche Schwerpunkte waren Entwicklungen von API’s / API-Clients, Verwaltungsoberflächen aus dem kompletten Telekommunikationsbereich und Integration von SAP/ERP-Systeme in E-Commerce Lösungen.

Das könnte Dich auch interessieren...

12 Antworten

  1. Sehr informativ und objektiv.
    Finde diesen Beitrag sehr hilfreich.
    Im Bereich der ERP-Software wird die Datenbank nur alle paar Jahre gewechselt.
    Da hier Performance das A & O ist, werde ich mariaDB testen.

  2. Thorsten Kahner sagt:

    Ich finde Ihren Beitrag auch sehr informativ, und habe in diesem Zusammenhang eine Frage:

    Vorab – ich habe mir einen ODROID-Minirechner zugelegt (RaspberryPi on steroids). In erster Linie um meine ziemlich vergammelten Linux-Kenntnisse wieder aufzufrischen und das Gerät headless für verschiedene Überwachungen im Netzwerk einzusetzen.

    MySQL gilt als sehr ressourcenschonend und wird auch für den ODROID empfohlen. MariaDB gilt, wie Sie schreiben, als besonders performant, was nach meiner Erfahrung gerne etwas stärkere (RAM) Geräte erfordert.

    Wie sinnvoll ist es auf einem ODROID MariaDB zu verwenden oder ist da MySQL doch besser?

    Herzlichen Dank

    Kahner

    • Guten Abend,
      ich denke es ist durchaus abhängig davon, was Sie mit Ihrem Raspberry genau anfangen wollen. Die Überwachung von Netzwerkkomponenten kann auf mehreren Wegen erfolgen, sei es Nagios, Cacti, Observium o.ä. In wie weit ein RPi für MariaDB verwendbar ist, kann ich leider nicht beurteilen. Allerdings sollten Sie sicherstellen, dass alle notwendigen Libraries und Pakete für Ihre Zwecke bereitstehen. Zusätzlich dazu würde ich persönlich erst einmal ein Benchmarking zwischen MariaDB und MySQL durchführen. Letztlich denke ich, wird aufgrund der geringen Leistung eines RPi kein besonderer Unterschied bemerkbar sein. Hinzukommend, nehme ich an, dass die jeweiligen Intervalle der Überwachung (ich nehme einmal an SNMP) der verschiedenen Netzwerkkomponenten vermutlich sowieso nicht in Echtzeit erfolgen wird und dahingehend die Performance des DBMS keine all zu große Rolle spielt.

      • Thorsten Kahner sagt:

        Herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort.
        Zum Hintergrund:
        mein ODROID nenne ich nur deswegen RPi, weil dieser deutlich bekannter ist und ich weniger Erklärungsbedarf habe :-). Konkret ist es ein ODROID-U3 mit 2GB DDR2 RAM einem ARMs Cortex-A9-Kern 1,7 GHz.Quadcore, FullHD via HDMI-Ausgang u.a.
        Das ist schon deutlich mehr und gut für kleinere anspruchsvolle Aufgaben einsetzbar. (Streamen von HD-Filmen auf TV etc.)

        Ihre Hinweise sind gut, allerdings habe ich da eher ein Lern- als ein konkretes Überwachungsinteresse, von einigen lästigen regelmäßigen Versuchen an meinem WLAN-Router mal abgesehen. Bzgl. der Verfügbarkeit mache ich mir weniger Gedanken, da im monatlichen Magazin bereits entsprechende Projekte stehen. Allerdings sind deren Betreiber deutlich erfahrener als ich.

        So wie ich Sie verstanden habe, würden Sie selbst auf einem RPi prinzipiell keine Probleme sehen (grundsätzliche Performance einmal abgesehen). Da dies den Kern meiner Frage beantwortet – läuft MariaDB unter den ungefähr gleichen Minimalanforderungen wir MySQL – habe ich mich für MariaDB entschieden.

        Herzlichen Dank
        Kahner

        • Nun also konkret genommen würde ich MariaDB nicht zwangsläufig empfehlen. Allerdings sollten Sie bei dem Einsatz von MariaDB erst einmal prüfen ob die für ihre Zwecke benötigten Libraries überhaupt bereits für MariaDB vorhanden sind.

  3. Bachsau sagt:

    Punkt 2 der Positivliste sehe ich auch eher als Nachteil. Häufige Updates, noch dazu mit neuen Features, das bedeutet in der Regel mehr Bugs, mehr Stress und mehr Anpassungsarbeit. Keine gute Partie, wenn ich mir überlege dass ich bei Debian stable und einem funktionierenden System in der Regel drei bis vier Jahre Ruhe habe, bis ich die kritischen Teile wieder anfassen muss.

  4. Sascha sagt:

    Der Artikel ist nicht wirklich hilfreich bei der Entscheidung für eine der Datenbanken. Sätze wie “welches nicht all zu Anfällig auf Fehler sein soll, und dementsprechend auch performanter sein soll als MySQL.” sind nichtssagendes blabla: Ist ja wohl bei einer Datenbank für den Produltivbetrieb zu erwarten, dass sie “nicht all zu anfällig auf Fehler” ist! Warum aber ist sie dann “dementsprechend” performanter? Es ist doch eher genau das Gegenteil: Auf Performanz getrimmte Software ist eher fehlerbehaftet als Programme, bei denen Robustheit obertse Priorität hat (und dazu gehören Datenbanken).

    Das Fazit sagt irgendwie alles: “Im Endeffekt bleibt es einem selbst überlassen, ob man MariaDB gegen MySQL tauschen möchte. ” Ist ja toll, dankeschön

    g

    • Der Artikel soll nicht eines der DBMS präferieren. Die Entscheidung liegt bei einem selbst und letztlich dem Einsatzziel. Daher sind in diesem Artikel die Vor- sowie Nachteile aufgeschildert von beiden DBMS. Es gibt keine Allzweck-Lösung, sondern die Lösung ist abhängig vom Einsatzgebiet.

  5. Ulrich sagt:

    ich betreibe nur noch ehrenamtlich Web-Projekte mit MySQL+PHP. Vor 15 Jahren erarbeitete ich mir ein wiederverwertbares MySQL-0815-Gerüst an, das ich für alle Projekte nutz(t)e. Das freie MySQL gilt mittlerweile als unsicher (lt. BSI). Ich denke an eine Umstellung auf ein “sicheres DB-System”. SQL oder NoSQL. MariaDB wurde von ca. 2 Jahren noch als NoSQL-System beschrieben ??!!?! Im ersten Schritt wechselte ich zur Erfassung pb persönlicher Daten (nach BDschG/EUVO) auf SSL-Server; durch wechseln der Domains im Erfassungsodus.

    Meine Fragen:
    1.) wie sieht es bzgl einer one-script Optionen verteilter DBs aus (splitten von pb-Daten auf mehrere MySql/maria-Datenbanken ? (open1/close1, open2/close2 beim Speichern viceversa bei, Lesen)
    A) auf dem selben Host B) bei verteilten Hosts ?

    2.) welche (kostenlose) NoSQL-Datenbank wäre zum problemlosen (migrierfähigen) Wechsel zu empfehlen.

    3.) wäre ein extra LOGIN-Server zu empfehlen ?

    Grund: ich denke ab 2018, nach Umsetzung der EU-Vorgaben, (und jetzigem, vielfach unbeachteten) aktuell geltenden DSchRecht dürfen personenbezogene Daten nicht außerhalb die EU TRANSFERIERT — und erst recht nicht — außerhalb der EU GESPEICHERT werden !! Ab 2018 würde es 500.T euro pro Einzelfall kosten können.

    Ich habe DERZEIT für die Daten-Erfassung (EDV) einen DE-Hoster und für Webseiten (Angebote mit aussschließlich Leserechten) einen US-Hoster, der aufgrund der EU-Gesetzeslage derzeit für Europäer in GB seine Niederlasung hat — aber auch durch den BREXIT bedingt – vermutlich nach Irland wechseln wird.

    PS: ich war ab 1990 beruflich als IT-Fachmann tätig . Seit 15 Jahren bin ich hauptberuflich Sozialarbeiter.
    INTEGRATION, MIGRATION, QM — im IT-, dann im Personal- und jetzt im Sozialbereich — Maschine –> Mensch

  1. August 14, 2015

    […] von MySQL, der vom ehemaligen Gründer Michael Widenius betreut wird. Ich habe einen interessanten Beitrag auf PHP-Dev gefunden, den ich hier nicht vorenthalten möchte […]

  2. Oktober 31, 2015

    […] weiterentwickelt wird. Zudem sind die Unterschiede zu MySQL minimal (ein guter Artikel dazu ist bei PHP-Dev-Blog nachzulesen). Schade nur, dass die meisten Server- und Hosting-Provider noch nicht umstellen. Für […]

  3. April 30, 2016

    […] PuPHPet schlägt per default MariaDB vor und nicht MySQL. Zwar ist das für mich nicht relevant (eXperinox läuft bei einem WebProvider der bisher nur MySQL anbietet), aber wer Näheres zu MariaDB vs. MySQL wissen will, dem empfehle ich folgenden Blog-Beitrag:  MariaDB vs. MySQL – Vorteile und Nachteile im Überblick. […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.